Adresse
Hermann-Josef-Krankenhaus
Tenholter Strasse 43
41812 Erkelenz
Tel.: 0 24 31 / 89 0
Fax: 0 24 31 / 89 22 18
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BrustCentrum Aachen-Kreis Heinsberg
Das Hermann-Josef-Krankenhaus, als zertifiziertes Brustzentrum, nimmt an dem DMP (Disease-Management-Programm = systematisches Behandlungsprogramm für chronisch kranke Menschen) „Brustkrebs“ teil. Mittlerweile können nur noch Krankenhäuser an diesem Programm teilnehmen, die selber zertifiziertes Brustzentrum oder mindestens Operationsstandort eines zertifizierten Brustzentrums sind.
DMP (Disease-Management-Programm) „Brustkrebs“
Das englische Wort "disease" bedeutet "Krankheit" oder "Erkrankung“. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff "Disease-Management" also "Krankheitsmanagement". Bei den sogenannten DMP handelt es sich also um besondere strukturierte Programme für chronische Krankheiten. Dadurch soll die Versorgung und Betreuung chronisch Erkrankter verbessert werden. Im solchen Fällen ist ein gut abgestimmtes und kontinuierliches Vorgehen bei der gesundheitlichen Versorgung sehr wichtig, um etwa das Risiko für Komplikationen oder Folgeschäden reduzieren oder vermeiden zu können.
Brustkrebs ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung der Frau. Jährlich erkranken etwa 55.000 Frauen in Deutschland neu daran. Trotz medizinischer Fortschritte in Diagnostik und Therapie ist die Diagnose Brustkrebs für die Frau eine besondere Belastung und für die Medizin eine Herausforderung.
Das strukturierte Behandlungsprogramm „Brustkrebs“ soll die Versorgung dieser Patientinnen durch eine interdisziplinäre, berufs- und sektorenübergreifende Behandlung in einer integrierten Versorgungsform mit dem notwendigen logistischen Hintergrund gewährleisten und verbessern.
Hierzu wurde für beide Landesteile in Nordrhein-Westfalen (NRW) ein eigenständiges DMP „Brustkrebs" entwickelt. – Folgende Charakteristika bestimmen die DMP „Brustkrebs" in den Landesteilen Nordrhein und Westfalen-Lippe:
- qualitätsorientierte und patientinnenbezogene Betreuung,
- interdisziplinäre, berufs- und sektorenübergreifende Behandlung,
- standardisierte Dokumentation des Behandlungsverlaufs.
Im DMP „Brustkrebs" kommt den Krankenhäusern in NRW bei der patienten- und qualitätsorientierten Versorgung ein besonderer Stellenwert zu, da nahezu 70 Prozent der Leistungen in den Krankenhäusern erbracht werden. Im Rahmen des DMP „Brustkrebs" wird in Übereinstimmung mit der Krankenhausplanung des Landes NRW die Mitwirkung von Krankenhäusern, die für die Behandlung von Brustkrebs-Patientinnen qualifiziert sind, im Interesse einer qualitätsgesicherten Versorgung angestrebt.
Vorteile des DMP „Brustkrebs“
- kontinuierliche Begleitung der Patientinnen, bezogen auf ihren besonderen Krankheitsfall unter angemessener Berücksichtigung ihres Lebensumfeldes
- gezielte Aufklärung der Patientinnen durch qualitativ gesicherte Informationen
- Hilfestellungen im psychosozialen Bereich durch strukturierte Begleitungs- und Beratungsangebote, um die Auswirkungen und Folgezustände im Zusammenhang mit der Krebserkrankung zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern
- Verbesserung der körperlichen und seelischen Rehabilitation für die Patientinnen durch umfassende Nachsorgeangebote
Ziele des DMP „Brustkrebs“
Hauptziel ist es, die erkrankten Frauen individuell zu beraten und zu informieren und ihnen so die Möglichkeit zu geben, sich selbst stärker und aktiv am Behandlungsprozess zu beteiligen.
Ein weiteres Ziel ist die Vermeidung von Brustamputationen zugunsten brusterhaltender Operationen durch Verbesserung operativer Standards.


